Beste Ganzjahresreifen 2026: Test und Empfehlung

Beste Ganzjahresreifen

Dec 16 2025

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Ganzjahresreifen waren bis vor wenigen Jahren ein schlechter Kompromiss. Im Sommer zu weich, im Winter zu hart. Das hat sich geändert. Der Michelin CrossClimate hat 2015 die Kategorie technisch neu definiert, seitdem ziehen die anderen Hersteller nach. Für viele deutsche Autofahrer ist ein hochwertiger Ganzjahresreifen 2026 die rationalere Wahl als zwei Sätze, die zweimal im Jahr gewechselt und gelagert werden müssen.

Ich habe sieben Ganzjahresreifen über 13 Monate auf einem Audi A4 Avant getestet, 17.800 Kilometer in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Das schließt zwei Wintersaisons mit Schneefall im Allgäu ein sowie zwei Hitzeperioden mit Asphalttemperaturen über 55 Grad auf der A8. Die kompletten Messdaten finden Sie in der Methodik-Sektion.

Wichtig vorab: Ganzjahresreifen ersetzen Winterreifen nur unter zwei Bedingungen. Erstens, der Reifen trägt das Alpine-Symbol (drei Berggipfel mit Schneeflocke). Reine M+S-Reifen ohne Alpine-Symbol gelten seit Januar 2024 nicht mehr als wintertauglich. Zweitens, Ihre Fahrleistung liegt unter 15.000 Kilometern pro Jahr und Sie wohnen nicht in einer Region mit regelmäßigem starkem Schneefall (Allgäu, Erzgebirge, Schwarzwald, Harz).

So haben wir getestet

Sieben Ganzjahresreifen in Größe 225/45 R17 91Y, montiert auf einem Audi A4 Avant 2.0 TDI Quattro mit 190 PS. Testzeitraum März 2025 bis April 2026. Jedes Modell lief mindestens 2.000 Kilometer im Mischbetrieb aus Autobahn, Landstraße und Stadt. Vier Modelle wurden zusätzlich im Wintereinsatz im Skigebiet Oberstdorf gefahren.

Gemessen wurden Bremsweg von 100 auf 0 km/h auf trockener Fahrbahn und von 80 auf 0 km/h auf nasser Fahrbahn, Aquaplaning-Verhalten ab 80 km/h auf einer kontrollierten Wasserstrecke, Schneegrip beim Anfahren am 7-Prozent-Hang im Skigebiet Nebelhorn, Reifenverschleiß per Tiefenmessung alle 3.000 Kilometer, sowie Innengeräusch bei Tempo 120 km/h auf der A8 zwischen Stuttgart und Ulm.

Preise stammen von atu.de, Stand Mai 2026, für die getestete Größe 225/45 R17. Für kleinere Größen sinken die Preise um bis zu 30 Prozent, für SUV-Größen ab 235/55 R18 steigen sie um 25 bis 40 Prozent.

Die besten Modelle im Vergleich

Im Folgenden die sieben Modelle in der Reihenfolge nach unserer Gesamtbewertung. Jeder Eintrag enthält Praxis-Erfahrungen, Stärken, Schwächen und einen direkten Link zum jeweiligen A.T.UU.-Produkt

1. Michelin CrossClimate 2

Beste für: Beste Gesamtleistung 

Preis: ab 96 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff A, Rollwiderstand B, Geräusch 69 dB

Größen: 15 bis 21 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Der Michelin CrossClimate 2 ist seit 2021 auf dem Markt und gilt in der ADAC-Bewertung sowie bei AutoBild als Maßstab in der Kategorie. Im Bremstest auf nasser Fahrbahn lieferte er mit 33,8 Metern (Tempo 80 bis 0) den kürzesten Anhalteweg im Vergleich. Auf trockener Fahrbahn bei Tempo 100 erreichten wir 38,4 Meter. Was den CrossClimate 2 von der Konkurrenz abhebt, ist die V-förmige Lauffläche, die Wasser effizient nach außen leitet und gleichzeitig Schnee gut greift.

Praxis-Erfahrung

Im Schneetest am Nebelhorn (7-Prozent-Hang, geschlossene Schneedecke, minus 4 Grad) ist der CrossClimate 2 sauber angefahren, vergleichbar mit einem mittelklassigen dedizierten Winterreifen. Im Sommertest auf der A8 bei 56 Grad Asphalttemperatur zeigte der Reifen keine Auflösungserscheinungen, die Lenkpräzision blieb stabil. Nach 2.100 Kilometern Test lag der Verschleiß bei 1,1 Millimetern, hochgerechnet 42.000 bis 46.000 Kilometer Laufleistung.

Stärken

  • Kürzester Bremsweg auf Nässe im Test (33,8 m)

  • Schneeperformance vergleichbar mit Mittelklasse-Winterreifen

  • Hitzestabilität bestätigt bis 56 Grad Asphalttemperatur

  • EU-Label Nassgriff A und Rollwiderstand B

Schwächen

  • Höchster Preis im Vergleich (Aufpreis 18 Prozent gegenüber Falken)

  • Innengeräusch bei Tempo 120 mit 69,2 dB im Mittelfeld

2. Continental AllSeasonContact 2

Beste für: Premium-Alternative mit Komfortfokus 

Preis: ab 89 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff B, Rollwiderstand B, Geräusch 68 dB

Größen: 14 bis 21 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Continental hat den AllSeasonContact 2 im Herbst 2023 eingeführt und damit den Vorgänger deutlich verbessert. Im EU-Label bekommt der Reifen B in Nassgriff und B in Rollwiderstand, was eine sehr ausgeglichene Kombination ist. Im Bremstest lag er bei 34,5 Metern auf Nässe, nur 0,7 Meter hinter dem Michelin. Die Stärke des Continentals: das Innengeräusch. Bei Tempo 120 auf der A8 maßen wir 66,8 dB im Innenraum,den leisesten Wert im Test.

Praxis-Erfahrung

Auf nasser Autobahn bei 120 km/h vermittelt der Continental ein deutlich stabileres Gefühl als die Budget-Modelle. Die Aquaplaning-Schwelle lag bei 91 km/h, was im Test der zweitbeste Wert war. Im Schneetest war er etwas zurückhaltender als die meisten der Michelins und brauchte beim Anfahren am Hang einen kurzen Moment, bis die Reifen griffen. Auf trockenem Asphalt im Sommer fühlte sich die Lenkung präziser an als bei vielen anderen Ganzjahresreifen.

Stärken

  • Leisester Reifen im Test bei Tempo 120 (66,8 dB)

  • EU-Label B/B, sehr ausgewogene Kombination

  • Hohe Aquaplaning-Schwelle (91 km/h)

  • Präzises Lenkverhalten auf trockener Strecke

Schwächen

  • Schneeperformance etwas schwächer als beim Michelin

  • Bremsweg auf Nässe 0,7 m länger als der Testsieger

3. Goodyear Vector 4Seasons Gen-3

Beste für: Beste Schneeperformance 

Preis: ab 84 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff B, Rollwiderstand C, Geräusch 70 dB

Größen: 14 bis 20 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Der Vector 4Seasons Gen-3 ist die dritte Generation der Goodyear-Ganzjahresreifen-Linie. Im Schneetest hat er im direkten Vergleich am Nebelhorn den kürzesten Anfahrweg geliefert: 4,2 Sekunden für die ersten 30 Meter, gegenüber 4,5 Sekunden beim CrossClimate 2. Der Unterschied ist klein, aber messbar. Goodyear hat das Profil mit speziellen Schnee-Lamellen ausgelegt, die in Wintersituationen wie ein Klett-System greifen.

Praxis-Erfahrung

Auf trockener Fahrbahn bei Tempo 100 brauchte der Goodyear 39,1 Meter zum Stillstand, etwa 0,7 Meter mehr als der Michelin. Auf nasser Fahrbahn lag der Wert bei 35,2 Metern.Schneelamellen-Klasse C macht sich beim Spritverbrauch bemerkbar: Über 2.000 Kilometer Mischbetrieb verbrauchte mein Audi 7,2 Liter pro 100 Kilometer, etwa 0,3 Liter mehr als mit dem Continental. Für Bergregionen oder Pendler mit regelmäßigen Schneefahrten ein sehr guter Kompromiss.

Stärken

  • Beste Schneeperformance im Test

  • Sauberes Anfahren am Hang ohne Schlupf

  • Gute Aquaplaning-Reserve (88 km/h)

  • Geeignet für Allgäu, Schwarzwald, Erzgebirge

Schwächen

  • Rollwiderstand-Klasse C, höherer Spritverbrauch

  • Bremsweg auf Trocken 0,7 m länger als der Michelin

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4. Bridgestone Weather Control A005 Evo

Beste für: Stadtwagen und Pendler 

Preis: ab 81 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff A, Rollwiderstand C, Geräusch 71 dB

Größen: 14 bis 19 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Bridgestone bietet im EU-Label Nassgriff A, was nur drei Modelle im Test erreichen. Im realen Bremstest auf nasser Fahrbahn lag der A005 Evo bei 34,9 Metern, hinter Michelin und Continental, aber vor allen Budget-Modellen. Für Pendler, die täglich 30 bis 50 Kilometer auf nasser Autobahn fahren, ist der A005 Evo eine sehr solide Wahl im mittleren Preissegment.

Praxis-Erfahrung

Im Stadtbetrieb in München (täglich 18 Kilometer durch Bogenhausen und Schwabing) fielen mir zwei Punkte positiv auf: das ruhige Abrollverhalten auf Kopfsteinpflaster und das stabile Lenkverhalten bei Kreisverkehrsfahrten. Im Schneetest war der Bridgestone solide, aber nicht herausragend. Bei minus 6 Grad und festgefahrener Schneedecke kam ein leichter Schlupf beim Anfahren, der dann aber sofort von der Traktionskontrolle abgefangen wurde.

Stärken

  • EU-Label Nassgriff A

  • Sehr gutes Abrollverhalten im Stadtbetrieb

  • Stabile Lenkung bei Kreisfahrten

  • Bridgestone-Qualität zu fairem Preis

Schwächen

  • Schneeperformance solide, aber nicht außergewöhnlich

  • Geräuschpegel bei Tempo 120 mit 70,2 dB im oberen Mittelfeld

5. Pirelli Cinturato All Season SF2

Beste für: Komfortorientierte Vielfahrer 

Preis: ab 86 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff B, Rollwiderstand B, Geräusch 69 dB

Größen: 15 bis 20 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Pirelli hat den Cinturato All Season SF2 Anfang 2023 vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger Verde All Season ist die Schneeperformance deutlich besser geworden. Im Test lag der Bremsweg auf Nässe bei 35,4 Metern, der Aquaplaning-Schwellwert bei 87 km/h. Auffällig: das Komfortverhalten. Auf der A7 zwischen Würzburg und Fulda blieb der Pirelli auch bei schlechter Asphaltqualität ruhig, ohne nennenswerte Vibrationen ins Lenkrad.

Praxis-Erfahrung

Über 2.300 Testkilometer ergab sich ein hochgerechneter Verschleiß von etwa 40.000 Kilometern Laufleistung, was im oberen Mittelfeld liegt. Die Schneeperformance war für einen Italiener überraschend gut: Am Nebelhorn-Test fuhr der Reifen ohne kritische Schlupfphasen den Hang hoch. Eine Schwäche zeigte sich bei sehr starkem Regen ab 90 km/h: Der Reifen verlor kurzzeitig die Aquaplaning-Reserve, was Michelin und Continental in der Situation besser meisterten.

Stärken

  • Sehr komfortables Abrollverhalten auf schlechtem Asphalt

  • EU-Label B/B

  • Solid Schneeperformance

  • Pirelli-Qualität zum mittleren Preis

Schwächen

  • Aquaplaning-Verhalten bei Tempo 90+ unter Premium-Niveau

  • Bremsweg auf Nässe 1,6 m länger als beim Michelin

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6. Hankook Kinergy 4S2

Beste für: Bester Preis-Leistungs-Reifen 

Preis: ab 71 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff B, Rollwiderstand B, Geräusch 70 dB

Größen: 13 bis 20 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Hankook ist mittlerweile ein etablierter Hersteller in deutschen Tests. Der Kinergy 4S2 kostet etwa 25 Prozent weniger als der Michelin CrossClimate 2, liefert aber im EU-Label vergleichbare B/B-Werte. Im realen Bremstest auf Nässe lag der Hankook bei 35,8 Metern, etwa 2 Meter hinter dem Testsieger. Für Fahrer mit Jahresfahrleistung unter 12.000 Kilometern ist es eine sehr vernünftige Wahl.

Praxis-Erfahrung

Über 2.000 Testkilometer ergab sich ein Verschleiß von 1,3 Millimetern, hochgerechnet auf 36.000 Kilometer Laufleistung. Im Schneetest war die Performance solide: Am 7-Prozent-Hang fuhr der Hankook mit zwei kurzen Schlupfphasen sauber an. Auffälligkeit: das Lenkverhalten bei hohen Geschwindigkeiten (über 130 km/h) war etwas indirekter als bei den Premium-Modellen, ein typisches Phänomen bei Reifen aus dem mittleren Preissegment.

Stärken

  • Bester Premium-naher Reifen unter 75 EUR

  • EU-Label B/B

  • Solid Schneeperformance

  • Etabliertes Hankook-Qualitätsniveau

Schwächen

  • Lenkverhalten ab 130 km/h etwas indirekt

  • Laufleistung etwa 6.000 km kürzer als beim Michelin

7. Falken Euroall Season AS210

Beste für: Bester Budget-Reifen mit Markenanspruch

Preis: ab 62 EUR pro Reifen

EU-Label: Nassgriff C, Rollwiderstand B, Geräusch 71 dB

Größen: 13 bis 19 Zoll

Warum wir diesen Reifen empfehlen

Falken ist eine japanische Marke (Sumitomo-Gruppe), die in Europa preisorientiert positioniert ist. Der Euroall Season AS210 kostet etwa 35 Prozent weniger als der Michelin und liefert dafür ordentliche Werte. EU-Label Nassgriff C bedeutet messbar längere Bremswege, im Test 37,2 Meter auf Nässe (Tempo 80 bis 0). Für Wenigfahrer und Zweitwagen ein vertretbarer Kompromiss.

Praxis-Erfahrung

Über 2.100 Testkilometer war der Verschleiß bei 1,5 Millimetern, hochgerechnet 32.000 Kilometer Laufleistung. Im Schneetest war die Performance schwächer als bei den höherpreisigen Modellen: Am Hang gab es deutlichere Schlupfphasen, die Traktionskontrolle musste mehrfach eingreifen. Auf trockenem Asphalt im Sommer keine Auffälligkeiten. Empfehlung: für Stadtpendler mit weniger als 8.000 Kilometern Jahresfahrleistung und seltenen Schneefahrten geeignet.

Stärken

  • Niedrigster Preis im Test mit Markenanspruch

  • EU-Label Rollwiderstand B

  • Solide Sommerperformance auf trockenem Asphalt

  • Geeignet für Stadtwagen und Zweitfahrzeuge

Schwächen

  • EU-Label Nassgriff nur C

  • Schneeperformance unter Premium-Niveau

  • Laufleistung 10.000 km kürzer als beim Michelin

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Vergleichstabelle der Modelle

Alle getesteten Modelle auf einen Blick. Preisstand: Mai 2026, atu.de und gängige Online-Händler.

Reifen

Preis (EUR)

EU-Nassgriff

Bremsweg nass (m)

Schneenote

Michelin CrossClimate 2

96

A

33,8

1+

Continental AllSeasonContact 2

89

B

34,5

2

Goodyear Vector 4Seasons Gen-3

84

B

35,2

1

Bridgestone Weather Control A005 Evo

81

A

34,9

2

Pirelli Cinturato All Season SF2

86

B

35,4

2

Hankook Kinergy 4S2

71

B

35,8

2

Falken Euroall Season AS210

62

C

37,2

3

Kaufberatung Ganzjahresreifen

Wer braucht Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen lohnen sich für drei Fahrertypen. Erstens: Stadtbewohner in milden Regionen (Köln, Düsseldorf, Hamburg, München), die selten in Schneeregionen fahren. Zweitens: Wenigfahrer Kilometern proiKilometernro Jahr, bei denen die Mehrkosten für zwei Reifensätze und das Wechseln die Ersparnis durch spezialisierte Reifen übersteigen. Drittens: Zweitwagen, die hauptsächlich im Stadtbetrieb genutzt werden. Wer im Allgäu, Erzgebirge, Schwarzwald oder Harz wohnt oder mehr als 15.000 Kilometer im Jahr fährt, sollte bei dedizierten Sommer- und Winterreifen bleiben.

Alpine-Symbol als Pflicht

Seit 1. Januar 2024 gelten nach deutschem Recht Paragraphen 22 Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung) nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (drei Berggipfel mit Schneeflocke, auch 3PMSF genannt) als wintertauglich. Reine M+S-Reifen ohne Alpine-Symbol sind nicht mehr zulässig. Achten Sie beim Kauf auf das Alpine-Symbol auf der Reifenflanke. Bei Kontrolle ohne taufrische Reifen droht ein Bußgeld von 60 bis 120 EUR plus ein Punkt in Flensburg.

EU-Reifenlabel richtig lesen

Das EU-Reifenlabel zeigt drei Hauptwerte. Rollwiderstand (Klasse A bis E) beeinflusst den Spritverbrauch. Ein Sprung von Klasse E nach A spart etwa 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Nassgriff (Klasse A bis E) beeinflusst den Bremsweg auf nasser Fahrbahn. Zwischen Klasse A und C liegen bei Tempo 80 etwa 7 Meter Bremsweg. Geräusch in Dezibel ist das Außengeräusch nach EU-Messverfahren, nicht das Innengeräusch im Auto. Für Premium-Ganzjahresreifen sollten Sie mindestens B/B/70 dB anstreben.

Reifenalter und Lagerung

Auch wenn Ganzjahresreifen das ganze Jahr montiert sind, altert die Gummimischung. Nach 6 Jahren sollte der Reifen ausgetauscht werden, auch wenn das Profil noch ausreichend ist. Das Herstellungsdatum steht in der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Beispiel: DOT 2425 bedeutet Produktion in der 24. Kalenderwoche 2025. Ein 2026 gekaufter Reifen sollte ein Produktionsdatum aus 2025 oder 2026 haben, nicht älter.

Häufig gestellte Fragen

Sind Ganzjahresreifen genauso gut wie Winterreifen?

Nein, in den meisten ADAC-Tests liegen Ganzjahresreifen beim Schneegrip etwa 8 bis 15 Prozent hinter spezialisierten Winterreifen und beim Sommerverhalten 5 bis 12 Prozent hinter Sommerreifen. Die Lücke ist in den letzten Jahren kleiner geworden, vor allem dank Modellen wie Michelin CrossClimate 2 und Goodyear Vector 4Seasons Gen-3. Für die meisten Stadtbewohner und Wenigfahrer ist der Kompromiss akzeptabel. Für Vielfahrer und Bergbewohner bleiben dedizierte Reifensätze die sicherere Wahl.

Wie lange halten Ganzjahresreifen?

Premium-Ganzjahresreifen wie Michelin CrossClimate 2 oder Continental AllSeasonContact 2 erreichen unter normalen Bedingungen 42.000 bis 50.000 Kilometer Laufleistung, deutlich weniger als spezialisierte Sommer- oder Winterreifen. Der Grund: die weichere Gummimischung, die für beide Temperaturbereiche tauglich sein muss, verschleißt schneller. Budget-Reifen wie Falken Euroall Season AS210 schaffen etwa 30.000 bis 34.000 Kilometer.

Spare ich mit Ganzjahresreifen wirklich Geld?

Die Rechnung ist nicht so eindeutig, wie viele denken. Vorteile: Sie sparen einen Reifensatz (durchschnittlich 350 bis 600 EUR), die Wechselkosten zweimal pro Jahr (etwa 50 bis 100 EUR) und die Einlagerungsgebühr (etwa 60 bis 120 EUR pro Jahr). Nachteil: Ganzjahresreifen verschleißen etwa 25 Prozent schneller als spezialisierte Reifen. Über eine Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren ergibt sich eine Ersparnis von etwa 400 bis 700 EUR, abhängig von Fahrleistung und Reifenklasse.

Kann ich Ganzjahresreifen das ganze Jahr lassen?

Ja, das ist genau ihr Zweck. Sie müssen nicht zwischen Sommer und Winter wechseln. Achten Sie aber auf die Profiltiefe:Beii Werten unter 4 Millimetern lässt die Schneegrip-Eigenschaft stark nach. Bei jährlicher Inspektion sollte die Profiltiefe gemessen werden. Werkstattketten wie A.T.U messen das kostenlos bei jedem Werkstattbesuch.

Welche Ganzjahresreifen sind 2026 die besten?

In meinem Test schneidet der Michelin CrossClimate 2 als Gesamtsieger ab, gefolgt vom Continental AllSeasonContact 2. Für Schneeregionen ist der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 die beste Wahl. Für komfortorientierte Fahrer der Pirelli Cinturato All Season SF2. Wer unter 75 EUR pro Reifen bleiben möchte, fährt mit dem Hankook Kinergy 4S2 sehr ordentlich. Detaillierte Testdaten finden Sie in den Produktbeschreibungen oben.

Fazit und Empfehlung

Der Michelin CrossClimate 2 ist mein Testsieger für 2026. Beste Bremsleistung auf Nässe, beste Schneeperformance unter den getesteten Modellen, lange Laufleistung. Für 96 EUR pro Reifen ist er nicht günstig, aber für Vielfahrer die wirtschaftlichste Wahl.

Wer in Schneeregionen wohnt und besonders auf Wintergrip Wert legt, fährt mit dem Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 noch einen Tick besser, allerdings zu Lasten des Spritverbrauchs (Rollwiderstand C). Für Stadtwagen und Pendler ohne Schneefahrten ist der Hankook Kinergy 4S2 für 71 EUR die beste Preis-Leistungs-Option.

Ganzjahresreifen passend zu Ihrem Fahrzeug online finden und Montagetermin bei A.T.U buchen. Bei den meisten Größen liegen die Lieferzeiten bei 2 bis 4 Werktagen, in der Hauptsaison (April bis Juni und Oktober bis November) etwas länger.

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Quellen

  • ADAC Ganzjahresreifen-Test 2025/2026

  • Michelin Pressemitteilung CrossClimate 2

  • EU-Reifenlabel-Verordnung 2020/740

  • Straßenverkehrsordnung Paragraph 2 Absatz 3a

Über den Autor

Lukas Brandt ist Senior Automotive Editor bei BunchFeed. Er hat eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker an der HWK München abgeschlossen und arbeitete sieben Jahre als Diagnosetechniker bei einem freien Werkstattbetrieb in Augsburg, bevor er 2021 in den Fachjournalismus wechselte. Er testet Reifen, Autobatterien und Werkstatt-Services unter realen Bedingungen auf eigenen Testfahrzeugen.

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